Er ist Berlinale-Stammgast. Doch bislang hatte der finnische Kultregisseur Aki Kaurismäki noch nie eine Chance auf den Goldenen Bären. Denn seine Filme wie «I Hired A Contract Killer», «Ariel» oder «Leningrad Cowboys Go America» liefen bislang nicht im Wettbewerb, sondern immer nur in Nebenreihen. Mit seiner tragikomischen, melancholischen Flüchtlingsgeschichte «Die andere Seite der Hoffnung» kann sich Kaurismäki nun erstmals Hoffnung auf die Berlinale-Trophäe machen. Sein skurriles und zu Herzen gehendes Werk gehört zu den Favoriten des diesjährigen Wettbewerbs. 
Dort heißt es jetzt: Endspurt! Am Samstagabend gibt die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven («Elle», «Basic Instinct») die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären bekannt. In der Gunst der Kritiker und Filmfans liegt neben Kaurismäki auch die ungarische Liebesgeschichte «On Body and Soul» («Teströl és lélekröl») ganz vorn. Der Film von Ildikó Enyedi («Mein 20. Jahrhundert») fesselt als emotional reiche, völlig unsentimentale Studie über zwei schüchterne, von Handicaps geplagte Menschen, die scheu aufeinanderzugehen, ganz langsam ihre Gefühle und damit sich selbst entdecken.

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