Der französische Recylex-Konzern muss die ihm von der Europäischen Union (EU) auferlegte Buße von 26,7 Millionen Euro in voller Höhe zahlen. Das Unternehmen hat jedoch nach eigenen Angaben mit der EU Einigung über einen Zeitplan für eine gestaffelte Zahlung erreicht. Die Einzelheiten des Plans seien vertraulich, „jedoch mit den voraussichtlichen Mittelflüssen von Recylex SA vereinbar“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Sie ermöglichten es der Gruppe, ihre durch Rückstellungen gesicherten Verpflichtungen in Frankreich und Deutschland bis zum Ende des Plans zu entsprechen. Die Finanzierungen für Recylex und ihre deutschen Tochter-Gesellschaften blieben aufrechterhalten. Wie bedrohlich die Lage für den Konzern war, verdeutlicht ein Satz in der Mitteilung: „Dank dieser Vereinbarung kann die Konzernrechnung 2016 von Recylex SA im Hinblick auf eine Fortführung der Geschäftstätigkeit abgeschlossen werden.“ 
Anfang Februar hatten die EU-Wettbewerbshüter Recylex und zwei andere Firmen aus Belgien und Großbritannien wie berichtet wegen Preisabsprachen beim Einkauf von gebrauchten bleihaltigen Fahrzeugbatterien zu Millionen-Bußen verurteilt, die eigentlich innerhalb von drei Monaten nach ihrer förmlichen Zustellung hätte bezahlt werden müssen.
Zu Recylex gehören in der Region die deutschen Töchter Harz Metall, Norzinco und C2P in Oker, die PPM Pure Metals in Herzog-Juliushütte bei Astfeld sowie die Osterwiecker Reinstmetall mit zusammen rund 280 Mitarbeitern. (Archivfoto: Epping)

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