Bei Temperaturen um die 30 Grad haben in Niedersachsen am Montag erste Schüler Hitzefrei bekommen. «Die Schulen entscheiden das selbst», erklärte Bianca Schöneich von der Landesschulbehörde. Deswegen gebe es auch keine Übersicht darüber, wie oft Hitzefrei gegeben werde, sagte sie. Grundlage dafür sei ein Erlass des Kultusministeriums. «Danach kann Hitzefrei gegeben werden, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen beeinträchtigt wird.»
Hitze um Hannover
Glück hatten mehr als 1000 Schüler der IGS Roderbruch in Hannover. «Nach der 6. Stunde gab es Hitzefrei», sagte Schulleiterin Brigitte Naber. Rund 1000 Schüler der Sekundarstufe I durften heim. Von bis zu 400 weiteren Schülern der Klassen 1 bis 4 konnten diejenigen nach Hause, die von ihren Eltern abgeholt wurden.  
Vor allem im Emsland sowie den Großstädten seien Temperaturen um die 30 Grad erreicht worden, sagte Meteorologe Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Nachmittag. «Absoluter Spitzenreiter ist Lingen mit 32,1 Grad.»  
Der Sommeranfang wird kühler
Der Harz ist von solchen Temperaturen und damit von Hitzefrei einigermaßen weit entfernt. Heute soll die Quecksilbersäule des Thermometers zwar auf Werte an die 27 Grad klettern, dann aber ist Schluss. Für Hitzefrei dürfte das selbst so kurz vor den Sommerferien kaum reichen.
Zum kalendarischen Sommeranfang am Mittwoch bleibt es im Süden mit 25 bis 27 Grad laut Scholz eher warm. An der Küste sei es auch dann kühler. «Dort sind etwa 18 bis 21 Grad zu erwarten.» Der Tag der Sommersonnenwende (21. Juni) ist der astronomische und kalendarische Sommeranfang. Für Meteorologen beginnt der Sommer schon am 1. Juni.