Kritik an drohender Abschiebung

Eigentlich wollte die Langelsheimer Flüchtlingshelferin Claudia Bartzsch am 31. Juli gemeinsam mit Zad Meher in der Ausländerbehörde eine Verlängerung von dessen Duldungspapieren beantragen. Der Mann aus Afghanistan hatte vor einigen Monaten gemeinsam mit seinem zwölfjährigen Sohn in Langelsheim Schutz gefunden, die Gültigkeit des Papiers endete an jenem 31. Juli. Doch die Ereignisse hatten ihr bereits am frühen Morgen einen Strich durch diesen Plan gemacht. Denn als sie nach dem Aufstehen einen Blick auf ihr Smartphone warf, las sie eine Nachricht des Mannes. 
Er sei mit seinem Sohn morgens um 5 Uhr von der Polizei aus seiner Wohnung in der Bahnhofstraße abgeholt worden, schrieb er. Die Ausreise kam für alle nicht unerwartet, aber dennoch überraschend. Im April hatte Zad Meher bereits eine Aufforderung des Landkreises zur freiwilligen Ausreise erhalten. In der Folge war ihm und seinem Sohn mündlich noch einmal ein Aufschub bis Ende Juni erteilt worden, berichtet Claudia Bartzsch. Sie hatte sich bis zuletzt gemeinsam mit Susanne Ohse vom Goslarer Verein „Leben in der Fremde“ für die beiden starkgemacht. Offenbar vergeblich...

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