Der Steinbruch Hoppenstedt ist einer der besten Aufschlüsse von Gesteinsschichten aus der Zeit der Oberkreide in Sachsen-Anhalt. Das Profil zeigt eine deutliche Gliederung in verschiedene Kalk- und Mergelschichten. Sie wurden am Grund des Kreidemeeres vor etwa 85 Millionen Jahren abgelagert. Die artenreiche Fauna dieser Zeit umfasste Seeigel, Schnecken und verschiedene Ammonitenformen - das Foto zeigt übrigens einen Riesenammonit aus dem Hoppenstedter Steinbruch. Besonders in den ältesten der aufgeschlossenen Schichten kann man heute hervorragende Funde von entrollten Kopffüßern, fossilen Schnecken und Muscheln bergen.
Frank Trostheide, geologischer Präparator am Museum für Naturkunde, informiert am Tag des Geotops Vorort über die geologischen Verhältnisse des Steinbruches. Wer etwas über das Kreide-Zeitalter erfahren und Fossilien sammeln möchte, kann am Sonntag, 17. September, von 10 bis 17 Uhr nach Hoppenstedt zwischen Hornburg und Osterwieck kommen. Der Kalksteinbruch liegt nördlich von Hoppenstedt. Bitte auf die Ausschilderung achten. Mitzubringen sind festes Schuhwerk und ein Hammer zum Klopfen. Das Betreten des Steinbruchs erfolgt zwar unter fachkundiger Anleitung, aber auf eigene Gefahr. Da der Steinbruch Flächennaturdenkmal ist, dürfen die Wege nicht verlassen werden.