Heute ist Donnerstag, 17. Mai 2018. Die Sonne ist bereits um 5.22 Uhr aufgegangen, 15:44 Stunden ist sie unterwegs, bis sie sich um 21.06 Uhr verabschiedet.

Wie gut, dass die Region Sigmar Gabriel hat. Während der Harz nach Walpurgis in der überregionalen Presse meist in den Winterschlaf sinkt, ist diesmal wieder alles anders. Die Berufung des Goslarer Genossen Gabriel in den Verwaltungsrat von Siemens/Alstom lässt den Blätterwald rauschen.

Die Frage aller Fragen – vor allem der schon kräftig geifernden Neid-Debattler – beantworten Bild und GZ: Zwischen 55.000 und 60.000 Euro soll der Spitzenpolitiker für den Job erhalten. Und dass der Firmensitz in Paris ist, wo dann sicher auch öfter mal getagt wird, ist als Schmankerl auch nicht zu verachten.

Aber warum die Aufregung? Wenn das Unternehmen gegründet wird (Kartellamt) und wenn es im Zeitplan antritt (2019), erfüllt Gabriel alle gesetzlichen Vorgaben. Gut, er war schon als Minister mit dem Thema befasst. Na und? Er wurde ausgewählt, weil er Ahnung hat. Da wären doch eher die Berufungen von Ex-Ministern auf Posten, mit denen sie inhaltlich nie etwas zu tun hatten, kritisch zu sehen.

In einem kann man sicher sein: Sigmar Gabriel wird sich auch in diesen Job mit aller Kraft hineinwerfen. Und dies kann der neue Bahnkonzern mit Blick auf die globale Konkurrenz ebenso gut gebrauchen wie die Region einen Fürsprecher "ganz oben", der sich schon in seiner Ministerzeit immer wieder für den Erhalt von Arbeitsplätzen eingesetzt hat.

Saftige Weiden stehen zurzeit eher im Landkreis Harz im Fokus. Die vom Agrarministerium in Magdeburg ausgerufene "Grünlandmeisterschaft" geht in die heiße Phase. Gestern wurde die Kombattanten in Langenstein, Schielo, Königshütte und Schierke unter die Jury-Lupe genommen. Es grünt so grün, wenn Harzer Wiesen grünen...

Träume (und Ängste) blühen heute in Kiel und Wolfsburg. Es geht in die Relegation um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga. Die Wölfe haben nach dem knappen Ding vor Jahresfrist gegen Eintracht Braunschweig ja Erfahrung in solchen Dingen, aber Störche stehen nicht unbedingt auf der Speisekarte von Meister Isegrim.

Eine persönliche Anmerkung noch, kurz vor der Hochzeit von Harry und Meghan: Laut dpa wollen die Deutschen trotz allen Glamours um die royale Hochzeit keine Monarchie. Dazu stelle ich fest: Mich hat keiner gefragt! :-)

Einen schönen Donnerstag wünscht das GZ-Team! Wir können das lange Wochenende schon fast sehen...