Die Veranstaltung der „Bunten Wochen“ Ende Mai im Jugendzentrum B 6 in Goslar, die sich gegen Rechtsextremismus richtete, war in mehrfacher Hinsicht denkwürdig. Wichtige Fragen werden erst jetzt verspätet aufgearbeitet. Sie betreffen den Rauswurf des AfD-Kreistagsmitglieds Frank Schmidt und den Referenten. Denkwürdig war der Abend, in dem Autor Sören Kohlhuber, ein Beobachter der rechtsextremen Szene, aus seinen Büchern vortrug und die AfD als „Global Player bei rechten Aufmärschen“ bezeichnete. Wie berichtet, wurde AfD-Vertreter Schmidt aus der Sitzung geworfen, für die auf einem Flugblatt auch mit dem Landkreislogo geworben wurde.

Erst jetzt ist von der Kreisverwaltung zu hören, dass sie den Rauswurf für einen Fehler hält.
Im Zuge der Aufarbeitung sagt Landkreissprecher Maximilian Strache auf Nachfrage: „Die politische Überzeugung einer Partei außen vor gelassen, kann es nicht sein, dass ein demokratisch gewähltes Mitglied eines Kommunalparlaments aus einer Veranstaltung geworfen wird, an der es selbstverständlich teilnehmen darf. Es gehört zum Wesen der Demokratie, sich unterschiedlichen Ansichten in der Diskussion zu stellen.“


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