Zum 100. Todestag von Ludwik Zamenhof ist in Herzberg am Harz am Samstag ein Platz nach dem Erfinder der Sprache Esperanto benannt worden. Die Stadt bezeichnet sich seit 2006 selbst als «la Esperanto-urbo», die Esperanto-Stadt. Beschilderungen am Bahnhof und Speisekarten in Restaurants sind teilweise zweisprachig. An dem zentralen Platz erinnert bereits eine Marmor-Büste an Zamenhof.
Im Esperanto-Zentrum in Herzberg werden unter anderem Esperanto-Lehrer ausbildet. Etwa 120 Mitglieder aus der Region fördern dort die Sprache und tragen die Idee Zamenhofs weiter. «Die Esperanto-Gesellschaft engagiert sich sehr für die Sprache, und wir unterstützen dieses Engagement», begründet Bürgermeister Lutz Peters die Entscheidung der Stadt, den bisher namenlosen Platz nach Zamenhof zu benennen.  
Esperanto kommt mit einem Artikel, drei Zeiten und 16 Grammatikregeln ohne Ausnahmen aus. Wie viele Esperanto-Sprecher es gibt, lässt sich nicht genau sagen. Schätzungen gehen von etwa zwei Millionen Menschen weltweit aus.