Nirgendwo sonst in Niedersachsen hat Sturm „Herwart“ vor zwei Wochen derart große Schäden hinterlassen wie im Harz. An einem Tag hat er so viele Bäume gefällt, wie die Forstämter Clausthal, Riefensbeek und Lauterberg ansonsten planmäßig in drei Monaten ernten, teilen die Landesforsten in Niedersachsen mit. Im Harz wurden einige Waldgebiete auf großer Fläche vom Sturm umgefegt. Viele Bereiche bleiben weiterhin gesperrt. Ralf Krüger, Mitarbeiter des Forstamtes Clausthal sagt: „Im Harz wird die Aufarbeitung der Sturmschäden ein Wettlauf gegen die Uhr. Wir wollen jetzt im Herbst 200.000 Laubbäume pflanzen, bevor der Schnee kommt.“ Jede verfügbare Maschine, jeder Forstarbeiter werde aber nun gebraucht, um die Wälder aufzuräumen.
Die Landesforsten und der Nationalpark Harz haben sich zum Ziel gesetzt, Hauptwege und Loipen bis Weihnachten freizuräumen. „Ob das klappt, hängt entscheidend vom Wetter ab“, sagt Krüger.