Bei körperlichen Auseinandersetzungen sozusagen in mehreren Akten musste die Polizei in Bad Harzburg in der Nacht auf Sonntag in einer Bad Harzburger Kneipe eingreifen. Zunächst war es zu verbalen Streitigkeiten zwischen zwei Parteien gekommen. Unglücklicherweise, so die Polizei, seien die verbalen Mittel aber an Grenzen gestoßen, sodass die Streitigkeiten in Körperverletzungen ausuferten und das Einschreiten der Polizei nötig machten.

Gegen einen 36-jährigen Mann aus Oker und einen 46-jährigen Mann aus Bad Harzburg leiteten die Polizeibeamten Strafverfahren ein. Grund: Körperverletzung zum Nachteil eines 33-jährigen Ilsenburgers und eines 30-jährigen Magdeburgers. Der Einsatz des Rettungsdienstes wurde dabei nicht notwendig. Allen Beteiligten wurde durch die Polizeibeamten ein Platzverweis erteilt, dem die Adressaten zunächst auch nachkamen.

Schmerzhafter Tritt

Nur rund eine halbe Stunde später mussten die Polizeibeamten dann aber erneut eingreifen. Ein 19-jähriger Bad Harzburger hatte die Polizei alarmiert. Er sei durch den 33-jährigen Mann aus Ilsenburg, der kurz zuvor noch als Opfer geführt wurde, zunächst beleidigt und geschubst und dann in den Rücken getreten worden. Der 19-Jährige erlitt eine schmerzende Rückenprellung. In diesem Fall leiteten die Polizisten ein Strafverfahren gegen den tretenden Ilsenburger ein.

Der aber hatte damit scheinbar noch nicht genug mit der Polizei zu tun. Gegen 3.40 Uhr, also ungefähr eine Stunde nach den vorausgegangenen Streitigkeiten, stellten Polizeibeamte  einen Pkw fest, der zuvor vor der Kneipe abgestellt war. Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurde der 33-jährige Mann aus Ilsenburg am Steuer des Pkw festgestellt. Einem Atemalkoholtest mit dem Ergebnis von 1,7 Promille hatte er bereits im Rahmen der vorherigen Einsätze zugestimmt.

Mit Schlagring gegen Polizisten

Als der Mann sich weigerte, die Polizeibeamten nach Goslar zur notwendigen Blutentnahme zu begleiten und stattdessen versuchte, die Beamten mit einem Schlagring zu verletzten, musste der Widerstand leistende Mann in Gewahrsam genommen werden. Da er die Polizeibeamten/-innen während der weiteren Maßnahmen zudem noch bedrohte und anschließende Ermittlungen ergaben, dass der Mann nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, mussten weitere Strafverfahren eingeleitet werden.

Insgesamt hat sich der Beschuldigte nun aufgrund von Strafverfahren wegen des Widerstands gegen Polizeibeamte, des Verstoßes gegen das Waffengesetz, der Trunkenheit im Straßenverkehr, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Bedrohung und schließlich wegen der versuchten gefährlichen Körperverletzung zu verantworten.