Das Krankenhaus Seesen sieht sich einer regelrechten Kündigungswelle von Ärzten aus der Inneren Medizin gegenüber. Wie die Klinik bestätigt, haben elf der 19 Ärzte aus der Abteilung gekündigt.
Einige der Kündigungen lägen schon länger zurück, berichtet Harzkliniken-Sprecher Ralf Nehmzow. In vielen Fällen soll indes der im November bekannt gewordene und Ende März bevorstehende Abgang von Professor Jan Rudolf Ortlepp der Auslöser sein, heißt es aus Mitarbeiterkreisen. Ortlepp ist Chefarzt für Innere Medizin und Intensivmedizin.
Der Arzt, der über die Grenzen des Harzes hinaus einen guten Ruf genießt, hatte Ende 2017 sein Amt als ärztlicher Direktor der Klinik mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Zu den Gründen äußerte er sich öffentlich nicht. Mit Ortlepp hatte auch Professor Ralf Becker, Chefarzt für Neurochirurgie, seinen Abgang bekannt gegeben. Zuvor hatte der Betriebsrat beklagt, die Personaldecke in der Pflege sei „mehr als auf Kante genäht“. Die Geschäftsführung führt derzeit Gespräche mit Bewerbern und versucht zugleich, einige der Ärzte zu halten. Die Sicherheit der Patienten sei gewährleistet, sagt ein Sprecher. Derzeit würden 15 Ärzte auf der Station arbeiten.


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