Nach dem Konzert mit Bet Williams stehen auf den Goslarschen Höfen wieder „Lokalmatadoren“ auf der Bühne: Den Anfang macht Ullrich Krusche, der am Freitag, 16. März, um 18 Uhr aus seinem Buch „Es begann im Döbschütz“ liest. Akribisch hat Krusche Erinnerungen und Ereignisse zusammengetragen – daraus ist ein 350 Seiten starkes Buch seiner Lebensgeschichte und die seiner Familie entstanden. Krusche, vielen heute als Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung bekannt, hat sich die Arbeit gemacht, weil seine Kinder immer wieder von seiner Kindheit und Jugend hören wollten, die so anders, als ihre eigene war.

Er wurde in den letzten Kriegswochen im Januar 1945 auf dem Döbschütz in Schlesien geboren. Als er drei Wochen auf der Welt war, besetzte die Rote Armee sein Geburtshaus. Im Altern von 18 Monaten ist er mit seiner Mutter auf der Flucht, sein Vater in russischer Kriegsgefangenschaft. Ullrich Krusche wächst auf Trümmern auf; ein klassischer Vertreter der Nachkriegsgeneration. Der Goslarer hat das Buch seiner Tochter und seinem Sohn gewidmet, damit diese auch ihren Kindern später vom Großvater erzählen können. Der Eintritt ist frei; um eine Spende wird gebeten.