Im länderübergreifenden Nationalpark Harz ist man der äußerst seltenen und streng geschützten Haselmaus auf der Spur. Um einen ungefähren Überblick über den Bestand der flinken Kletterkünstler in dem Großschutzgebiet zu bekommen, seien über die Wintermonate 50 Kästen gebaut worden, teilte Park-Sprecher Friedhart Knolle mit. Von April an sollen die Kästen als Wohnhöhlen in bestimmten Teilen des Parks verteilt werden.

Über das Vorkommen der Haselmaus, die eigentlich keine Maus im eigentlichen Sinne ist und einen langen Winterschlaf hält, ist laut Knolle nur wenig bekannt. "Die Europäische Union fragt regelmäßig die Bestandsentwicklung in den Mitgliedsstaaten ab", sagte der Park-Sprecher. "Ist diese in bestimmten Gebieten rückläufig, muss man gegensteuern." Das Haselmaus-Projekt mit den Wohnkästen im Harzer Nationalpark ist auf drei Jahre angelegt.