Heute ist Dienstag, 17. April 2018. Die Sonne geht um 6.18 Uhr auf und dann (gefühlt) in dieser Woche nicht mehr unter – sofern die Meteorologen recht behalten. Tatsächlich verabschiedet sie sich heute um 20.17 Uhr wieder nach 13:58 Stunden harten Schein-Arbeit.

Ich sehe meine FritzBox heute Morgen mit ganz anderen Augen. Ist sie ein Schläfer im Dienst für das russische "Reich des Bösen"?

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Hinweis auf britische und US-Sicherheitsbeamte, dass infizierte Router auch von Privatpersonen für offensive Cyber-Operationen genutzt werden könnten. Es seien "Millionen Maschinen" von dem Hacker-Angriff betroffen. 

Dass könnte natürlich einiges erklären. Wenn meine FritzBox schläfrig arbeitet, habe ich fluchend dem kleinen Kasten Unrecht getan: Er war nicht faul, er attackierte gerade die Vereinigten Staaten...

Aber dies ist noch lange nicht der Super-Gau der virtuellen Welt: Verschiedene Webdienste melden, WhatsApp könnte das Mindestalter auf 16 Jahre (bislang 13) hochsetzen. Unter-16-Jährigen droht damit die Katastrophe: Sie müssen bald richtig miteinander reden.

Hintergrund ist die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Die tritt am 25. Mai in Kraft und besagt auch,  dass Daten von Usern nur dann verarbeitet werden dürfen, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind. Und da WhatsApp (gehört zum Facebook-Imperium) nichts lieber tut, als Daten zu saugen und auszuwerten,  fällt der Dienst unter das Gesetz.

Wahrscheinlich aber kommen die Internet-Giganten mit einem einfachen Trick durch. Ganz abgesehen davon, dass es schwierig wird, das Alter des Nutzers zweifelsfrei zu erfassen, können die Firmen mit einem Popup-Fenster die Zustimmung der Eltern einfordern und damit die Verantwortung verschieben. Da kommt dann ein Rattenschwanz an Haftungs- und anderen Fragen.

Und was werden die jüngeren Teens dazu sagen? 

Einen schönen, sonnigen Tag in der realen Welt wünscht das GZ-Team