„Vor 800 Jahren: Kaiser Otto IV. stirbt auf der Harzburg“ ist das Thema eines Vortrags von Thomas Moritz zu dem am Freitag,18. Mai, um 19 Uhr in das Goslarer Zinnfigurenmuseum eingeladen wird.

Am 19. Mai 1218 ist der einzige Welfe, der es in mittelalterlicher Zeit zur Königs- und sogar zur Kaiserwürde gebracht hat, unter tragischen Umständen auf der Harzburg verstorben. Es klingt makaber, ist aber wohl die Wahrheit, Otto hatte sich einer Frühjahrskur unterzogen und dabei seine „Medizin“ überdosiert, sodass, wie der berühmte Chronist Eike von Repkow schreibt, „...he starv an dene dunne schizze das man de rure nennt“…. Auf Hochdeutsch bedeutet das „er hat sich mit Durchfall totgesch…en“. Begraben liegt er in der St. Blasiuskirche in Braunschweig.

Der Vortrag wird die wichtigen Stationen im Leben dieses Mannes aufzeigen, dabei wird auch über die Reichskleinodien berichtet, die Otto inne hatte und die nach seinem Tod an Friedrich II. übergeben wurden. Archäologische und baugeschichtliche Bemerkungen zur Harzburg runden den Vortrag ab.