Die Harzer Luchse bevorzugen offenbar das nordöstliche Gebiet des Mittelgebirges. Nirgendwo sonst in der Region leben so viele der Pinselohren wie zwischen Wernigerode und Mansfeld. Das hat die Auswertung von Fotofallen ergeben, die der Nationalpark von August bis Dezember auf einer Fläche von 780 Quadratkilometern aufgestellt hat. 23 Luchse liefen dem NationalparkLuchsbeauftragten Ole Anders in dieser Zeit vor die Linsen seiner Fotofallen, darunter waren sechs Weibchen mit 13 Jungtieren. Auf einer Fläche von 100 Quadratkilometern leben drei Tiere. Wird der Nachwuchs mitgerechnet, sind es sogar zwischen vier und fünf Tiere.
Der Nationalpark schätzt aufgrund der Daten, dass im gesamten Harz 55 ausgewachsene Luchse und 35 Jungtiere leben. Die Luchs-Beobachtung war die dritte ihrer Art. Zuvor wurden die Tiere im westlichen und mittleren Harz-Gebiet mit Kameras fotografiert.
Während der Aktion tappten auch viele Wildkatzen in die Fotofallen. Dabei zeigte sich, dass auch sie den Raum zwischen Wernigerode und Mansfeld bevorzugen.