Der Grund für den zweimaligen Ausbruch einer Schafherde von ihrer Weide im Naturschutzgebiet Appelhorn bei Ostlutter bleibt weiter ungeklärt. „Wir haben keine überprüfbaren Hinweise darauf, dass ein Beutegreifer den Ausbruch der Tiere ausgelöst hat“, sagte Ole Anders, Luchs-Beauftragte beim Nationalpark Harz.
Er war am Mittwoch hinzugerufen worden, weil nach dem ersten Ausbruch der etwa 800 Tiere umfassenden Herde am Dienstag zwei Schafe verletzt aufgefunden worden waren. „Die Tiere sind inzwischen zurück in der Herde und wir hatten keine Möglichkeit, die Wunden anzuschauen,“ sagte Anders. Da die Tiere aber „Schrammen“ gehabt haben sollen, könnten diese auch vom Ausbruch durch den Zaun stammen. Zwei Schafe waren beim Fluchtversuch am Dienstag im Zaun hängengeblieben und auf diese Art sogar ums Leben gekommen. „Wir haben nach Spuren im Gras oder der Umgebung der Weide gesucht, die auf einen Luchs oder Wolf hinweisen. Gefunden haben wir nichts “, sagt Anders weiter.
Zum jetzigen Zeitpunkt könne man nichts bestätigen, aber auch nichts ausschließen. Weitere Untersuchungen sind derzeit nicht geplant. Trotzdem wolle Anders mit dem Halter der Schafherde, einem Schäfer aus Harsum, in Kontakt bleiben. Auch das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sei vorsichtshalber verständigt worden.


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