Der Borkenkäfer leitet durch den Befall vieler Fichtenbestände nicht nur einen Waldumbau zu mehr Mischwald ein. Totholz mit Höhlenbäumen und offene Flächen als Jagdfläche bieten seltenen Arten wie dem Sperlingskauz (Foto: Ralf Steinberg) geeignete Lebensräume. Rare und scheue Vögel können sich im länderübergreifenden Nationalpark gut entwickeln.
Vor allem der Raufußkauz und der Sperlingskauz, eine nur amselgroße Zwergeule, lassen sich im Nationalpark Harz mit stabilen Verbünden nachweisen. Vergleichsweise seltene Vögel wie Schwarzspecht, Grauspecht und Mittelspecht fühlen sich in den Wäldern des Nationalparks offenbar ebenfalls wohl. Das gilt auch für den Wanderfalken und den Schwarzstorch.
Auch der Tannenhäher, ein Rabenvogel, konnte im Nationalpark nachgewiesen werden. Zum Wendehals gibt es hingegen nur wenige Beobachtungen. Als seltene Art in der Region gilt zudem die Ringdrossel, die Alpengebiete und höhere Mittelgebirge liebt, aber beispielsweise am Brocken beobachtet werden kann, wenn die Besuchermassen noch nicht auf den Gipfel stürmen. Der Brocken ist sogar deutschlandweit das nördlichste Brutvorkommen der Singdrossel.


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