Drei Tote, eine 14-Jährige und deren Großvater sowie ein 15-jähriger Flugschüler, sind die traurige Bilanz zweier Flugzeugabstürze gestern in Niedersachsen. Zunächst in Melle und am Abend in Waggum bei Braunschweig.

Gestern Abend war der 15-jährige Flugschüler aus Braunschweig mit seinem Segelflieger aufgestiegen.  Nach Zeugenangaben war das Flugzeug dann in der Luft ins Trudeln geraten. Offenbar versuchte der junge Pilot noch, den Segelflieger mit dem Fallschirm zu verlassen, was aufgrund der geringen Höhe jedoch scheiterte. Die Maschine zerschellte auf dem Waggumer Friedhof.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr, die Flughafenfeuerwehr, sowie die Freiwilligen Wehren aus Bienrode und Waggum. Mehrere Seelsorger betreuten Zeugen und Angehörige. Das Flugzeug wurde noch am Abend geborgen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Tragisch endete am Samstagmorgen auch der Wochenendausflug, zu dem ein Großvater eine 14-jährige Enkelin eingeladen hatte.  Das Ultraleichtflugzeug, das der 74-jährige ehemalige Berufspilot steuerte, stürzte kurz nach dem Start am Flugplatz im niedersächsischen Melle ab. Die beiden Insassen starben in dem Wrack.

Nach Zeugenaussagen gab es Hinweise auf einen Motoraussetzer. Die Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen aufgenommen. (Foto: dpa)