Als die Notfallleitstelle der Bahn am Samstag gegen 16.00 Uhr informiert wurde, dass am Bahnübergang Langenstein in Blankenburg Kinder spielen, wurde der Verkehr auf der Strecke umgehend gestoppt. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr eine Streife der Bundespolizei zu dem Bahnübergang, wo die Bundespolizisten wenig später drei Jungen im Alter von 10 Jahren aus dem Gefahrenbereich holen konnten.

Den Kindern, so konstatiert die Bundespolizei, sei nicht bewusst gewesen, dass sie sich mit ihrem Handeln in akute Lebensgefahr begeben hatten. Die Jungen wurden an ihre Erziehungsberechtigten übergeben und in deren Anwesenheit erneut eindringlich zu den Gefahren an Bahnanlagen belehrt.

Da diese Fälle leider keine Seltenheit darstellen, weist die Bundespolizei ständig auf die meist unterschätzten Gefahren hin. So werden nahende Züge oft erst sehr spät wahrgenommen. Zudem gehe von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die tödlichen Unfällen führen könne. Züge können Hindernissen auch nicht ausweichen. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern hat einen Bremsweg von über 1000 Metern. (Foto: Symbolbild)