Heute ist Samstag, der 15. September. Die Tage werden merklich kürzer: Heute geht die Sonne um 6.53 Uhr auf und um 19.32 Uhr unter. Der Tag ist 12 Stunden und 38 Minuten lang.

Was ist das nur für ein Durcheinander? Klar, Trump, Brexit, Anbahnungsversuche zwischen Nord- und Südkorea, die Rechts-Debatten in Deutschland … Gemeint ist aber ausnahmsweise mal nicht die politische Lage – obwohl man über die ja immer etwas zu Klagen findet – sondern das Wetter.

Eben noch schier endloser Rekord-Sommer, plötzlich zwei Tage November-Wetter mit Nieselregen und Temperaturen, die einen schon wieder von weißen Stränden und Sonnenbaden in tropischer Hitze träumen lassen. Dabei hatte man das unaufhörliche Schwitzen doch eben noch verflucht. Und kaum hatte man jetzt seine Herbstjacke aus dem hintersten Winkel der Abstellkammer hervorgekramt, schon soll Petrus schon wieder einen Anfall von Gemütsschwankungen haben und uns an diesem Wochenende Temperaturen von mehr als 20 Grad bescheren, in Teilen Deutschlands sogar bis zu 30!

Nun beschwert man sich im klimatisch beschaulichen Mitteleuropa ja auf hohem Niveau. Seit gestern wütet Hurrikan „Florence“ mit Macht an der Südostküste der USA (Foto: dpa) und forderte bereits erste Todesopfer. Wie der Fernsehsender CNN berichtete, sind mehr als 400.000 Menschen in North und South Carolina ohne Strom. Obwohl der Hurrikan inzwischen zu einem Tropensturm heruntergestuft wurde, warnen Experten jetzt vor tagelangen heftigen Regenfällen.

Derweil tobt auf der anderen Seite des Globus auf den Philippinen der Taifun "Mangkhut", gegen den „Florence“ nach Aussage von Experten wie ein „Lüftchen“ anmuten soll. In seinem Zentrum entfaltete der Taifun am frühen Samstagmorgen Ortszeit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde.

Da relativiert die Aussicht auf ein paar Temperaturschwankungen, die dem einen oder anderen vielleicht Kopfschmerzen bereiten, aber doch immerhin Häuser unbeschädigt lassen. Und eigentlich ist Sonnenschein zum Wochenende ja auch etwas Schönes. Zumal nach den vergangenen nicht ganz so trockenen Tagen vielleicht mit den ersten Pilzen zu rechnen sein könnte, die man dann bei einem ausgedehnten Spaziergang sammeln gehen kann.

Aber Vorsicht! Nicht nur, weil Laien ohne Pilz-Kenntnisse oder ein zuverlässiges Nachschlagewerk sich beim Sammeln schnell in der Sorte vergreifen und sich eine Magenverstimmung oder Schlimmeres zuziehen können. Nein, in Baden-Württemberg verhängte die Polizei auch gerade eine hohe Geldstrafe gegen zwei Männer, die von Zeugen dabei beobachtet wurden, wie sie große Mengen Steinpilze aus dem Wald ernteten. 19 Kilo Pilze sollen Polizeibeamte im Auto der Männer gefunden haben.

Das ist ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Weil Steinpilze nämlich zu den geschützten Arten gehören, dürfen sie nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gepflückt werden.

Ist aber auch lecker, so eine Pilzmahlzeit, und bei der Wahl eines guten Speisepilzes gesünder als ein Doppelcheeseburger, wie er heute sicher in einigen Teilen der USA genossen wird. Dort ist nämlich der nationale Tag des Doppelcheeseburgers. Übrigens: Im Nationalpark Harz ist das Sammeln von Pilzen natürlich ganz verboten. Wer sich darüber hinwegsetzt, dem könnte es ähnlich ergehen, wie den beiden Baden-Würtembergern…

Die GZ wünscht einen straf- und sturmfeien Samstag.

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