Die Gemeinde Liebenburg ist verpflichtet, einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Er soll aufzeigen, wo es Lärmbelastungen durch Straßenlärm gibt – und Vorschlägen enthalten, was dagegen getan werden kann. Doch gerade für die Straßen, auf denen in Liebenburg der lautstarke Verkehr immer wieder für Verärgerung sorgt, gilt er nicht.
Grundlage für den Lärmaktionsplan ist die EU-Umgebungslärmrichtlinie aus dem Jahr 2002. Sie ist ein europäischer Ansatz zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung, der jeweils in nationales Recht umgesetzt werden muss. In Niedersachsen ist daher der Aktionsplan für alle Straßen zu erstellen, für die das Land eine Lärmkartierung vorgelegt hat. Dabei geht es nur um Hauptverkehrsstraßen in Form von Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen, über die pro Jahr mehr als drei Millionen Fahrzeuge rollen.
In Liebenburg trifft diese Voraussetzung nur auf die Bundesstraße 6 zu. Durchs Raster fallen Ortsdurchfahrten, an denen in der Gemeinde deutlich mehr Bürger wohnen, die unter Verkehrslärm zu leiden haben. Dort stehen deutlich mehr Häuser direkt an der Straße und die Rübenlaster sind auch nachts unterwegs.


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