Die Entscheidung über die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze wird zum Wahlkrimi. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer treten beim Bundesparteitag in Hamburg in einer Stichwahl gegeneinander an. (Foto: dpa)

Merz hatte im ersten Wahlgang für das Amt des Bundesvorsitzenden 392 Stimmen erhalten, Kramp-Karrenbauer 450 Stimmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schied mit 157 Stimmen aus. Für einen Sieg im ersten Wahlgang wären 500 Stimmen notwendig gewesen.

Kramp-Karrenbauer hatte die CDU in ihrer Bewerbungsrede zu mehr Mut und Selbstbewusstsein aufgerufen. Die Partei dürfe nicht Schwarzmalern hinterherlaufen, sondern müsse mutig auch gegen den Zeitgeist Kurs halten, rief die frühere saarländische Ministerpräsidentin den Teilnehmern des CDU-Parteitags in Hamburg zu. Merz sagte: «Ohne klare Positionen bekommen wir keine besseren Wahlergebnisse.» Spahn sagte, Deutschland sollte «Digitalweltmeister» werden und endlich wieder in der Lage sein, Brücken rechtzeitig zu sanieren und funktionstüchtige Flughäfen zu bauen.


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