Heute ist Dienstag, 12. Februar 2019. Die Sonne geht um 7.39 Uhr auf. Sie ist dann 9:45 Stunden unterwegs, bis sie sich um 17.25 Uhr im Westen wieder verabschiedet.

Oscar hat heute Geburtstag. Nicht irgendein Oscar. DER OSCAR. Der begehrteste Filmpreis der Welt wird 90 Jahre alt – wir gehen nachher im Kleinen Kalenderblatt noch darauf ein. Aber auch ohne das runde Wiegenfest kommt man aktuell ja nicht mehr an der Selbsthuldigung der Filmbranche vorbei.

Menschen, die selbstquälerisch veranlagt sind, können ja schon mal trainieren, von 2.00 bis 6.30 Uhr am Montag, 25. Februar, wach zu bleiben und viereinhalb Stunden lang das immer gleiche Ritual von langgezogenen "And the winner is..." und gestammelten Dank- und Grußadressen zu lauschen.

Ich bin definitiv wieder dabei...

Nicht dabei ist ein "Host", nachdem sich Kevin Harts mit homophoben Tweets selbst aus dem Rennen nahm. Die häufig tatsächlich ziemlich witzigen Moderatoren, oft aus der ersten Riege US-amerikanischer Comedians oder Talkmaster, haben in der Vergangenheit vielfach über Wohl und Wehe der Marathon-Sitzung entschieden.

Immerhin bleiben ja noch die "Presenter", selbst Top-Stars, die die Sieger ansagen und nun die endlose Kette an Preisvergaben miteinander verbinden sollen. Ob das gut geht?! Immerhin waren die Hollywood-Heroen frei nach dem Kerkeling-Motto "Witzischkeit kennt keine Grenzen, Witzischkeit kennt kein Pardon" auch dann ganz vorn dabei, wenn es galt, Peinlichkeiten zu produzieren.

In "bester" Erinnerung Warren Beatty und Faye Dunaway, die in der wichtigsten Kategorie „Bester Film“ 2017 den falschen Gewinner angekündigt hatten. „La La Land“ anstelle von „Moonlight“. Damit stehen sie aber nicht allein: Sammy Davis Jr. kündigte 1964 John Addison für die „Beste Filmmusik“ an – der war aber nicht einmal nominiert. Oberpeinlich: Rosalind Russell war 1948 siegessicher bereits auf dem Weg zur Bühne, um den Oscar als beste Hauptdarstellerin abzuholen – der aber an Loretta Young ging. Dumm ist auch wenn man zu viele Freunde hat: Will Rogers rief 1933 den Gewinner für „Bester Regisseur“ flapsig auf die Bühne: „Komm und hol ihn dir ab, Frank.“ Dummerweise fühlten sich die Regisseure Frank Capra und Frank Lloyd gleichermaßen angesprochen...

Das GZ-Team wünscht allen einen pannenfreien Dienstag und im Falle der Fälle eine tolle Oscar-Nacht am 25. Februar!

Und nicht vergessen: Heute ist der zweite Wochenspieltag beim 4x4-Quiz-Gewinnspiel!

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Foto: dpa