Es geschah in Jerstedt, dann in Dörnten, Groß Döhren, Othfresen, Lengde und schließlich in Bredelem. Sechs Orte – sechs Vereinsheime, die innerhalb weniger Wochen von zwei jungen Einbrechern aus Bad Grund heimgesucht wurden. Die Polizei im Nordharz hatte die aufsehenerregende Einbruchsserie zwischen dem 21. Juni und dem 2. September 2018 mächtig auf Trab gehalten. Bis die beiden 25 und 23 Jahre alten Täter auf frischer Tat in Bredelem ertappt wurden. Die Beute der Einbrüche – neben geringen Geldbeträgen waren es tiefgekühlte Bratwürste, Piccolo-Sektflaschen, Getränkekisten oder Wasserpfeifen – war denkbar niedrig: zusammengerechnet nur 842 Euro. Der durch aufgebrochene Fenster und zerstörte Schlösser entstandene Sachschaden, der bei den Einbrüchen entstand, steht mit mehr als 10.000 Euro in krassem Missverhältnis dazu.

Einer der beiden Täter, ein 23-jähriger Arbeitsloser aus Bad Grund, bekam dafür heute im Amtsgericht Seesen eine Haftstrafe ohne Bewährung aufgebrummt. Für ein Jahr und sechs Monate muss er ins Gefängnis – die Strafe fiel auch deshalb so hoch aus, weil der 23-Jährige bereits zur Tatzeit unter Bewährung stand. Das Verfahren für den zweiten Täter, der offenbar die treibende Kraft hinter den Einbrüchen war und auf den Jüngeren manipulierend gewirkt hat, wurde abgetrennt. Grund: Der 25-Jährige ist auf der Flucht. 


Mehr dazu »