Technomusik, deren pochender Rhythmus immer stärker beschleunigt, Filmszenen, die die dunkle, geschützte Aula im Christian-von-Dohm-Gymnasium (CvD) mit dem harten Licht der Leinwand und der Kälte in den Worten, die die Menschen in den gezeigten Episoden sprechen, zu zerschneiden scheinen. In „Andorra“, dem fiktiven Staat aus Max Frischs gleichnamigen Drama, bleibt keiner verschont. Weder „Andri“, Hauptfigur, geschlagenes und getretenes Flüchtlingskind, noch der Zuschauer kann am Ende den Parolen der sogenannten „Schwarzen“, dem mächtigen Nachbarvolk, das jeden Fremden verfolgt und ermordet, entfliehen. Was die Theatergruppe des CvDs unter der Regie von Tanja Woitinas und Axel Dücker hier auf die Bühne bringt, zeigt einmal mehr, wie sehr Schüler in so einem Projekt über ihre Grenzen hinauswachsen können.


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