Nach fast acht Jahren Planung und zahllosen Widersprüchen von Anwohnern hat der Regionalverband Braunschweig sein Konzept zum Ausbau der Windenergie vorgelegt. Im Landkreis Goslar gibt es sechs Vorrangflächen, zwei rufen Widerspruch hervor.
Für den Landkreis Goslar ist vorgesehen, folgende Vorranggebiete für die Nutzung der Windkraft auszuweisen: Harlingerode (44 Hektar), Schlewecke (6), Ostharingen (140), Bornhausen (87), Immenrode (53) und Lochtum (62). Auf drei Flächen stehen bereits entsprechende Anlagen. Zu den neuen Flächen gehören Ostharingen, Bornhausen und Lochtum. Bauanträge können bereits jetzt gestellt werden, obgleich das Verfahren noch nicht beendet ist. In der Verbandsversammlung am 14. März in Braunschweig müssen Verbandsdirektor Hennig Brandes sowie Regionalplanerin Manuela Hahn das Konzept genehmigen lassen. Dann prüft das Amt für Regionale Landesentwicklung das Konzept. Dafür bleiben drei Monate Zeit, bis das Raumprogramm rechtskräftig wird. Wenn alles nach Plan läuft, kann vor den Sommerferien gebaut werden, erläutert Gisela Noske, Sprecherin des Regionalverbandes Großraum Braunschweig. Streit gibt es um die Vorranggebiete Bornhausen und Ostharingen, für beide Flächen steht jeweils ein Investor bereit. Ob Klagen drohen, ist offen. Die Bürgerinitiative in Seesen, die gegen das Windenergiegebiet Bornhausen kämpft, lässt sich seit einiger Zeit von einem Anwalt beraten. Vorige Woche hat sich die Gruppe getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen (Foto: Epping).


Mehr dazu »