Heute ist Freitag, 15. März 2019. Die Sonne geht in gut einer halben Stunde, genau um 6.33 Uhr, auf. Vor ihr liegt ein Arbeitstag über 11:47 Stunden, der sich bis zum Sonnenuntergang um 18.20 Uhr jedoch vielfach hinter Wolken abspielt.

"Auch du, mein Sohn Brutus", werden geschichtsbewanderte Zeitgenossen heute vielleicht denken. Wir sind nach römischem Kalender an den Iden des März, heute vor 1975 Jahren wurde der römische Diktator Caius Julius Caesar ermordet. Nun bezweifeln Forscher, dass sich all dies so abgespielt hat (bis auf den toten Caesar), aber immerhin wurde die Legende so gut gestrickt, dass daraus gar ein geflügeltes Wort wurde, dass die Jahrtausende überdauerte.

Mit Lügen, Halbwahrheiten oder Auslassungen versuchen sich ja auch heute viele Politiker. Über US-Präsident Trumps bisweilen frei erfundene Aussagen führen manche Zeitgenossen ja schon Strichlisten. Und auch ein Boris Johnson in London erweist sich als Meister der Unwahrheit.

Johnson gehörte zu jenen Politikern, die das Brexit-Debakel mit heraufbeschworen haben. Unvergessen die Mutter aller Brexit-Lügen, der rote Bus, auf dem zu lesen war, dass Großbritannien der EU jede Woche 350 Millionen Pfund überweise und damit locker das marode Gesundheitssystem sanieren könnte. Nichts davon ist wahr.

Ansonsten kann man kaum noch Sinnvolles zum Brexit sagen. Was eine Verschiebung bringen soll, wo nach Dutzenden Abstimmungen klar ist, dass das britische Parlament weder Hü noch Hott will, ist einfach schleierhaft. Ebenso schleierhaft wie der Umstand, dass es im deutschen Fernsehen reihenweise Talkshows zum Thema Brexit gibt, bei denen jeder Gast jede Ausführung damit einleitet, dass niemand weiß, was kommt.

Wie sagte doch der Comedian Dieter Nuhr einst so schön: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Schnauze halten!"

Ein schönes März-Bergfest wünscht das GZ-Team trotz des fiesen Wetters! Die Europa-Fahne haben wir heute aus reinem Trotz "gehisst".

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