Schwer, zum Glück aber nicht lebensbedrohlich verletzt wurde ein Mann in der Nacht auf Freitag bei einem Unfall auf der A 7, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Der 46-jährige Skoda-Fahrer wurde mit dem Rettungswagen ins Hildesheimer Krankenhaus gebracht.
Der Unfallhergang selbst wirft noch Fragen auf, weswegen die Staatsanwaltschaft Hildesheim die Hinzuziehung eines Gutachters zur Klärung des Unfallablaufs sowie der Unfallursache angeordnet hat. Fest steht bislang, dass es zu dem Unfall am Donnerstag gegen 23.45 Uhr nahe der Anschlussstelle Bockenem in Fahrtrichtung Norden kam.
Den polizeilichen Ermittlungen zufolge befuhr ein rumänischer Transporter mit Anhänger (vier Insassen) den rechten von drei Fahrstreifen in Richtung Norden. Der Fahrer hörte ein Geräusch und fuhr den Tansporter auf den Standstreifen. Dort bemerkten die Insassen, dass sich der Anhänger vom Zugfahrzeug gelöst hatte.
Der Grund dafür ist bisher unklar. Einerseits ist es möglich, so die Polizei, dass sich der Anhänger aus bisher unbekannter Ursache vom Zugfahrzeug löste. Eventuell wegen eines technischen Defektes. Andererseits ist es möglich, dass ein dahinterfahrender 53-jähriger mit seinem VW Passat auf den Anhänger auffuhr, weshalb sich dieser von der Anhängerkupplung löste.
Fest steht, dass es eine Kollision zwischen Anhänger und VW Passat gegeben hat. Danach wurde der Anhänger nach links Richtung Betonschutzwand zwischen der Nord- und Südfahrbahn geschleudert, mit der er zwei Mal kollidierte und letztendlich auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen kam.
Einem 46-jährigen Skodafahrer, der den mittleren Fahrstreifen befuhr, gelang es nicht mehr rechtzeitig zu bremsen, es kam zur Kollision zwischen Skoda und Anhänger. Der zertrümmerte Skoda blieb auf dem mittleren Fahrstreifen stehen. Der Anhänger wurde auf den linken Fahrstreifen geschleudert, wo er zum Stehen kam.
Die anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf eine geschätzte Größenordnung von mehr als 25.000 Euro.
Die Autobahn war bis kurz nach 4.00 Uhr voll gesperrt. Der nachfolgende Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bockenem abgeleitet. Außer der Polizei und dem Rettungswagen waren die Autobahnmeisterei Hildesheim sowie drei Abschleppunternehmen an der Unfallstelle eingesetzt.