Im Rahmen der Vortragsreihe des Geschichtsvereins Goslar in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Landkreises spricht am Donnerstag, 4. April, Heinz A. Behrens zum Thema „Der Harz als königliche Rüstkammer – Pfalzen von Bodfeld bis Goslar“. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landkreises Goslar.

Neben Quedlinburg und Goslar war die Pfalz Bodfeld, mitten im Harz gelegen, durch etwa 30 Beurkundungen und 18 Aufenthalte deutscher Könige herausgehoben. Die umstrittene Lage der Pfalz Bodfeld, ihre baulichen Hinterlassenschaften sowie die zeitgleichen Montanrelikte bilden einen Schwerpunkt im Vortrag. Der Salier Heinrich III. hielt sich am längsten (insgesamt 59 Tage) in Bodfeld auf und verstarb hier am 5. Oktober 1056. Aber auch die benachbarten Pfalzen Hasselfelde, Derenburg und Ilsenburg werden mit ihren logistischen und wirtschaftlichen Beziehungen untereinander angesprochen – führten diese doch letztlich auch zu einer Schwerpunkt- und Repräsentationsverlagerung nach Goslar.

Lange Zeit galt der Harz als ein im Mittelalter unüberwindliches Gebirge. Das Gegenteil war der Fall, wie anhand einschlägiger Archivalien aber auch eindrucksvoller körperlicher Relikte zeitgenössischer Wegeverbindungen aufgezeigt wird. Genealogische Erkenntnisse zu den „Harzgrafen“ vom 9. bis 11. Jahrhundert offenbaren frühe Herrschaftsstrukturen. Der Besuch des etwa einstündigen Vortrags steht jedermann offen und ist kostenlos. (Symbolbild: Maike und Björn Bröskamp auf Pixabay)