Lebenslang wegen Mordes - die abschreckende Wirkung von drakonischen Strafen gegen Raser und Auto-Poser wie zuletzt in Berlin ist unter Kennern der Szene umstritten. Das zeigt eine Länderumfrage der dpa zum Karfreitag, an dem die Tunerszene seit Jahren «Car-Freitag»-Rennen fährt. Derweil geht die Polizei in mehreren Bundesländern zunehmend gegen Fahrer vor, die laut und rücksichtlos mit aufgemotzten Fahrzeugen Aufmerksamkeit erregen wollen. In Hamburg ist seit 2017 die Kontrollgruppe «Autoposer» aktiv. Die 13 Beamten, die stets in Zivil mit einem Messwagen im Einsatz sind, überprüften in anderthalb Jahren rund 4700 Fahrzeuge, wie eine Sprecherin mitteilte. Bei mehr als 1300 Wagen war die Betriebserlaubnis erloschen, meist wegen unerlaubter technischer Veränderungen. Mehr als 550 Autos wurden sichergestellt. Dieser Tage wurde ein mit Goldfolie überzogener Porsche gestoppt.