Heute ist Sonntag, 14. Juli 2019. Die Sonne ist heute um 5.15 Uhr aufgegangen. Sie ist 16:15 Stunden unterwegs, bis sie um 21.30 Uhr im Westen wieder untergeht. Wobei sie sich an diesem Arbeitstag kaum zeigen soll.

Es sind bisweilen die ganz kleinen Dinge, die große Vorfreude auf Ereignisse auslösen. In diesem speziellen Fall war es vor wenigen Tagen ein Halteverbotsschild, das quasi direkt vor meinem Arbeitszimmerfenster aufgestellt wurde. Des Rätsels Lösung liefert der Hinweis, dass es von eben diesem Fenster kaum 500 Meter Luftlinie bis zur Galopprennbahn in Bad Harzburg sind. Da brauchen die kleinen Nebenstraßen ordnungspolitischen Schutz vor den Autolawinen...

Die Rennwoche steht vor der Tür und verändert schon jetzt, sieben Tage vor dem ersten Rennen, die Atmosphäre in der Kurstadt. Was man nicht allein am wachsenden Schilderwald bemerkt. Im Sportpark an der Rennbahn herrscht zwar zum Glück quasi das ganze Jahr über Betrieb, zu keiner anderen Zeit aber verändert die Anlage derart ihr Gesicht. Dass sie schon jetzt der "Hingucker" überhaupt ist, wird schon bei der Vorbeifahrt deutlich – ohne kurzen Tritt auf die Bremse und neugierigen Blick aufs Gelände fahren wenige Autos vorbei.

Und noch etwas ist weit verbreitet: Wer sich jetzt für die Tage vom 20. bis 28. Juli in Bad Harzburg verabreden will, tut gut daran, erstmal zu prüfen, ob da Renntag ist. Oder besser noch: Das Treffen gleich an den Weißen Stein verlegen. Denn die Galopprennbahn ist während des sportlichen Meetings sowohl Familienvolksfest wie auch "Businesslounge". Eine einmalige Mischung.

An der Rennwoche vorbei kommen auch jene Zeitgenossen nicht, die mit Pferdesport so gar nichts am Hut haben. Plätze in den beliebtesten Restaurants in Bad Harzburg und in der Region zu ergattern, ist vor allem zum Ausklang der Renntage immens schwer. Wer auch immer den städtischen Zuschuss an den Harzburger Rennverein kritisch hinterfragt, sollte mal gegenrechnen, was an diesen Tagen an Kaufkraft in die Kurstadt fließt.

Gerade auch vor diesem Hintergrund sollten die Bad Harzburger und sollte die Region die Daumen drücken, dass eine Lösung für das Landesgestüt gefunden wird. Denn ohne den Gebäudekomplex und die Gestütsweiden wird es auf Dauer keine Galopprennwoche geben können. Und damit wäre die Region ärmer.

Einen schönen Sonntag wünscht das GZ-Team!

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