Martha Gollert ist Initiatorin eines Stammtisches mit dem sperrigen Namen „Regionalgruppe Direktversicherungsgeschädigte Harz“ in Goslar. Die Gruppe setzt sich für jene ein, die vor Jahren eine sogenannte Direktversicherung als Altersvorsorge abgeschlossen haben, und nun von den Krankenkassen zur Kasse gebeten werden. Die meisten von ihnen fühlen sich nicht nur „nicht erst genommen“, sondern regelrecht betrogen.

Rund sechs Millionen Bürger sollen in Deutschland betroffen sein, die oft Zehntausende Euro zahlen müssen. Hintergrund ist ein Gesetz aus dem Jahr 2004, das die Versicherten zwang, entgegen ursprünglichen Zusagen Sozialabgaben auf das angesparte Geld zu leisten.

Die Regionalgruppe im Harz ist eigenen Angaben zufolge eine von bundesweit rund 35 Initiativen, die Informationsarbeit zum Thema leistet. Initiatorin Martha Gollert ist der Ansicht, dass sich in der Politik in der Sache gerade etwas tut. Ein Bundestagsabgeordneter hat sogar endlich ihre Einladung angenommen, zum nächsten Stammtisch der Gruppe am 22. August ins "Brauhaus" nach Goslar zu kommen.


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