Heute ist Mittwoch, 14. August 2019. Jetzt startet GZ-Live im Wortsinn wieder "vor Sonnenaufgang". Allerdings denkbar knapp, denn Sonnenaufgang ist um 6.01 Uhr, Sonnenuntergang um 20.42 Uhr, dazwischen liegen 14:41 Stunden.

Es wird damit nichts zu tun haben, aber der Sommer geht in den nächsten Tagen ersteinmal auf Tauchstation. Es soll sogar regnen, ob dies aber reicht, um vor allem die Probleme in der Natur zu lindern, ist eher zweifelhaft.

Womit wir beim Thema wären, das den Harz mehr und mehr bewegt: Der Harzer Wald im Wandel. Der Borkenkäfer entpuppt sich dabei zunehmend als gesellschaftlicher Spaltpilz, trennt die Lager.

Und diese Lager sind vielfältig: Grob gesagt gibt es jene, die die Natur Natur sein lassen wollen und andere, die meinen, der Mensch müsse eingreifen. Wobei sich abzeichnet, dass der CDU-Vorstoß in Sachsen-Anhalt, Aufforstungen auch im Nationalpark Harz vorzunehmen, weder in Magdeburg noch in Niedersachsen eine Mehrheit  finden wird.

Es gibt Beispiele in anderen Nationalparken wie dem Bayerischen Wald, in dem eine "Borkenkäfer-Kalamität" in einen neuen und artenreichen Urwald mündete. Was dem BR schon vor Jahren eine Sendung "Experiment Borkenkäfer" wert war. Und der Nationalpark Harz führt den Meineberg bei Ilsenburg (Foto) an, der sich einst tot zeigte und dann wieder grünte.

Allein, immer mehr Harzern und Gästen scheint der Glaube zu fehlen, dass die abertausenden Baumleichen der Auftakt zu einer besseren Zukunft sein sollen. Es ist schlichtweg mehr, als viele Harzer (und Gäste) meinen ertragen zu können.

Darüber wird dann schnell vergessen, den Klimawandel als eigentliche Ursache des Dilemmas anzugehen. Vor allem auch im eigenen Handeln. Aber das wäre ja auch viel unangenehmer, als nach Veränderungen bei anderen zu rufen...

Einen schönen Mittwoch und damit ein schönes "Wochen-Bergfest" wünscht das GZ-Team!

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(Foto: Nationalpark Harz/Gebara) | Video YouTube 5:42 min