„Ich konnte mich nicht bewegen, hatte panische Angst um meine Mutter, habe Angst im Dunklen, habe Angst vor Menschenansammlungen, kann mich seither nicht mehr konzentrieren.“ Mit diesen Zitaten der Opfer begann die Staatsanwältin ihr Plädoyer im Prozess gegen drei Supermarkt-Räuber. Sie hielt den Angeklagten im Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig die hohe Opferzahl vor, die in keinem Verhältnis zu der geringen Beute stehe und sie erinnerte die Täter eindringlich daran, dass außer den Zeugen noch mehr Menschen durch deren Taten betroffen seien. Sechs Jahre, viereinhalb Jahre und drei Jahre Haft, so lautete der Antrag der Staatsanwältin für die jungen Räuber, die im Februar vier Supermärkte und einen Schnellimbiss überfielen, wobei es in zwei Fällen beim Versuch blieb.