Um 5.15 Uhr das Haus verlassen und erst um 18.50 Uhr wieder zurückkommen. Und das von montags bis freitags. So sähe der Alltag von Julian Richter aus, wenn er mit öffentlichen Verkehrsmitteln seine Ausbildungsstelle erreichen müsste. Der 17-Jährige wohnt in Langelsheim und macht seine Ausbildung zum Mechatroniker für Land- und Baumaschinen bei einer Firma in Salzgitter – der Einzigen weit und breit, die derlei Ausbildungsplätze anbietet.
Zweimal in der Woche kann Julian den Wagen seiner Eltern nutzen. Er hat den Führerschein und nimmt am begleiteten Fahren teil: Seine Mutter setzt sich dann morgens mit ihm ins Auto, fährt nach Salzgitter, kommt allein zurück, fährt abends wieder hin und als Beifahrerin erneut zurück. Doch an drei Tagen in der Woche muss sie selbst um 6 Uhr am Arbeitsplatz erscheinen. Weil ihr Mann in Hannover tätig ist, kann auch er nicht einspringen. Was tun?


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