Heute ist Samstag, 12. Oktober 2019. Die Sonne ist um 7.37 Uhr aufgegangen und geht um 18.30 Uhr wieder unter - nach 10 Stunden und 53 Minuten. In dieser Zeit soll sie heute sogar bis zu 6 Stunden zu sehen sein.

Dank Hoch "Lisbeth" soll es an diesem Wochenende nämlich nochmal spätsommerlich zugehen. Allzu sehr sollte man als Harzer allerdings nicht in 25-Grad-Fantasien schwelgen.

Wie so oft kommt das Hoch im Norden später an als bei den sonnenverwöhnten Süddeutschen, die heute schon bestes Biergartenwetter genießen können. Bei uns bleibt es bei 17 Grad zunächst wechselhaft und ziemlich windig. Die 20-Grad-Marke soll dann aber angeblich morgen fallen.

Solche kleinen Sommer-Revivals im Oktober sind eigentlich nicht ungewöhnlich. Schon der September war allerdings wieder viel zu warm, laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus um 0,57 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum bis 2020. Ein neuer Rekord für den global wärmsten September seit 1981.

Und wieder einmal mag sich mancher dabei ertappen, den Klimawandel insgeheim und schuldbewusst für das häufige Grillwetter zu feiern - so schlimm die globale Erwärmung in aller Ernsthaftigkeit natürlich ist.

Umso überraschender kam gestern die Nachricht, dass Greta Thunberg bei der Verleihung des Friedensnobelpreises leer ausgegangen ist. Sie war als Favoritin gehandelt worden.

Nun könnte man lästerlich darauf verweisen, dass im Norwegischen Nobelkomitee vor allem ältere Mitglieder aus gerade den Generationen sitzen, die von Greta Thunberg besonders kritisiert werden.

Tatsächlich hat eine Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland aber gezeigt, dass sich auch mehr als zwei Drittel der Deutschen gegen die 16-jährige Klimaaktivistin als Preisträgerin aussprechen würden.

Und Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed, der den Preis für seinen Kampf gegen Konflikte in Ostafrika erhielt, hat ihn allemal verdient.

Das GZ-Team wünscht einen sonnigen Samstag.

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