Im Fall der beiden Verstorbenen, die am Wochenende in Othfresen nach einer Türöffnung durch Polizei und Feuerwehr gefunden wurden, geht die Polizei mittlerweile von einem natürlichen Tod des Vaters und einem Suizid des Sohnes aus. Das berichtet die Polizei Goslar in einer aktuellen Pressemitteilung.  Darin bestätigt die Goslarer Polizei auch, dass es bereits am 20. November zu einer Überprüfung der Wohnanschrift der Verstorbenen gekommen sei. Die vor Ort erlangten Erkenntnisse hätten aber zu diesem Zeitpunkt keine weiteren polizeilichen Maßnahmen zugelassen, heißt es in der Pressemitteilung. Auch eine spätere telefonische Mitteilung aus der Nachbarschaft habe zu keiner anderen Gefährdungsbewertung geführt.

Mit dieser neuen Pressemitteilung reagiert die Polizei auch auf die Aussagen einer Nachbarin der beiden Verstorbenen in der GZ vom Montag. Diese hatten demnach bereits mehrfach in den vergangenen eineinhalb Wochen die Polizei alarmiert, die allerdings wenig unternommen hätte (die GZ berichtete). Erst am Samstag, 30. November, hatte die Polizei reagiert und die Tür geöffnet. Laut Pressemitteilung hätten sich erst zu diesem Zeitpunkt die Hinweise verdichtet, die ein polizeiliches Betreten und Überprüfen des Wohnhauses erlaubten. 

Hinweis: Die GZ berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund liegt in der hohen Nachahmerquote nach Berichten über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222