Bei einer Drückjagd im Harz ist vor gut zwei Jahren ein 81 Jahre alter Jäger durch einen Schuss gestorben - nun wird am Amtsgericht Quedlinburg das Urteil gegen eine junge Jägerin erwartet. Zum Prozessauftakt Ende Oktober hatte die 22-Jährige, die aus einer Jägerfamilie stammt, jede Schuld von sich gewiesen. Sie habe auf alle Regeln geachtet und den Tod des 81-Jährigen zunächst gar nicht mit sich selbst in Verbindung gebracht. (Az.: 8 Ds 853 Js 78088/18)

Die Staatsanwaltschaft war zuvor im Lauf ihrer Ermittlungen zu einem anderen Ergebnis gekommen und hatte Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Die junge Frau soll am 28. Oktober 2017 bei einer Drückjagd auf einen Hirsch geschossen und stattdessen den Jäger tödlich in den Kopf getroffen haben. Sie soll die Unfallverhütungsvorschriften nicht ausreichend beachtet haben