Gilt der alte Grundsatz noch, wonach sich die Gästebetten im Harz zwischen Weihnachten und Neujahr von alleine füllen, im Januar aber Schnee nötig wird? Dann durchlebt der sich seit Jahren gut entwickelnde Tourismus im Harz derzeit eine kleine Schwächephase. Erst an einigen wenigen Tagen war beispielsweise am Wurmberg in Braunlage Wintersport möglich. Betriebsleiter Dirk Nüsse hatte in dieser Woche erklärt, der Winter sei noch nicht vorbei, er hoffe auf kältere Tage Ende dieses Monats.
So sieht es auch Christin Wohlgemuth, Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes in Goslar. Schon jetzt sei zu spüren, dass Tagesausflügler fehlten, die es aus einem Umkreis von einer Stunde Autofahrt für Ausflüge in den Harz zieht. Auch Wintergäste, die den Schnee suchen, würden fehlen. Das sei aber zu verschmerzen. Die Stimmung sei dennoch „recht gut“, sagt Wohlgemuth. Von einer verkorksten Saison könne noch nicht gesprochen werden. Das sei erst der Fall, wenn der Schnee auch zu den Winterferien fehle, die Anfang Februar in einigen Bundesländern beginnen (Foto: Bruns).