Insekten lösen bei uns Menschen meistens sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Für uns nützlichen Honigbienen und die als „Waldpolizei“ geschätzten Roten Waldameisen genießen unsere Beachtung. Die meisten anderen Insektenarten bleiben bestenfalls unbeachtet oder gelten als Schädlinge oder Ungeziefer. Eine Ausnahme bilden Gottesanbeterinnen, von denen es bereits bildliche und schriftliche Darstellungen im Alten Reich der Ägypter, wo man diese Tiere auch mit Totenkult und dem Leben nach dem Tod assoziierte. Altgriechischer Schmuck wurde mit diesen Tieren als Motiven verziert und in zahlreichen Werken der chinesisch-japanischen Kunst tauchen diese Insekten auf. Ihr bizarres Aussehen sowie ihre faszinierende Lebensweise sorgen wohl dafür, dass diese Tiere auch heute noch viele Menschen begeistern.

Zu einem Vortrag unter dem Titel "Fazsinierende Fangschrecken" lädt der der Nabu daher Interessierte am 11. Februar um 19 Uhr in den Businesspark in Langelsheim ein. 

Mit über 2000 Arten sind Gottesanbeterinnen in vielen Formen und Farben weltweit verbreitet. In Deutschland hingegen gibt nur eine Art, deren Verbreitungsschwerpunkt sich eher auf die südlicheren Bundesländer beschränkt. Im Zuge des Klimawandels scheint sich diese Art aber in der Bundesrepublik weiter ausbreiten zu können. In seinem Vortrag wird der Biologe Dr. Falk Eckhardt diese Tiergruppe mit ihren vielen Besonderheiten und besonders unsere heimische Art genauer vorstellen. (Foto: Nabu)