Heute ist Samstag, der 15. Februar 2020. Sonnenaufgang war um 7.35 Uhr, Sonnenuntergang wird nach 9 Stunden und 55 Minuten sein, also um 17.30 Uhr.

Für den Wintersport in der Region zeichnet sich eine katastrophale Saison ab: Der Nationalpark hat in diesem Winter noch nicht die Loipen spuren können. Zum ersten Mal 2019/2020 lief auf Torfhaus gestern einer der Lifte.

Doch kaum hat es ein bisschen Schnee gegeben, könnte auch schon wieder Schluss sein mit Winterspaß: Für dieses Wochenende sagen die Wetterberichte wieder milde Temperaturen voraus. Morgen sollen im Oberharz bis zu 11 Grad, im Vorharz sogar bis zu 13 Grad drin sein.

Wie überregionale Medien berichten, prognistiziert der britische Wetterdienst in einer Langzeitvorschau für 2020 insgesamt sehr hohe Temperaturen, bei denen im Sommer erneut Hitzerekorde fallen sollen. Und schon der Januar war laut Angaben der US-Wetterbehörde NOAA viel zu mild, sogar der weltweit wärmste Januar in der 141-jährigen Messreihe der Einrichtung.

Damit setzt sich ein Trend fort: Vier der wärmsten Januar-Monate seien seit 2016 gemessen worden, die zehn wärmsten seit 2002. Kein Wunder, dass sich angesichts dieser Entwicklungen immer mehr Touristiker und auch die lokale Politik die Frage danach stellen, ob der Wintersport im Harz überhaupt eine Zukunft hat. 

Dass mild außerdem leider nicht automatisch schön bedeutet, haben die vergangenen Wochen zur Genüge gezeigt. So wird es auch an diesem Wochenende wieder reichlich Schmuddelwetter geben, zu dem sich am Sonntag auch wieder starke Sturmböen gesellen sollen.

Das GZ-Team wünscht dennoch einen schönen Samstag, vor allem mit dem obigen Foto. Das machte GZ-Leser Wilfried Störmer aus Goslar und hielt damit die positiven Seiten der ungewöhnlichen Milde fest: Schon sprießen im Oderwald bei Werlaburgdorf die ersten Märzenbecher.

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