Daniel Defoe (ca. 1660-1731) hat Weltliteratur geschrieben. Ein für unsere Tage und für die angstbesetzte Gemütslage vieler Zeitgenossen sicherlich bestens geeignetes, anregendes, emotional ansteckendes Buch hat er geschrieben: „Die Pest zu London“.
Erstmals 1722 in englischer Sprache erschienen, erlebt es derzeit in Form von Print-Ausgaben, Hörbüchern und E-Books eine Renaissance. Dieser Pestroman ist in Seuchenzeiten sehr gut dafür geeignet, gelesen und verinnerlicht zu werden. In diesem Werk Defoes findet sich das komplette Vokabular, welches man täglich in den Zeitungen, Medien und sozialen Netzwerken lesen kann: Quarantäne, Ansteckungsgefahr, Viren- und Bazillenübertragung, Massenseuche, Verbreitung und Höhepunkt, Menschenansammlungen verboten, Vorsicht bei Hand-, Gesichts- und insgesamt bei Körperkontakten, Mitleid und Nächstenliebe, wahre und falsche Berichterstattungen, Sterbelisten und -zahlen, Achtsamkeit und Unachtsamkeit, Panik und Psychosen, Ängste und seelische Nöte, Krankheitssymptome und ihre Behandlungen, Grenzen der Politik und der Medizin.


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