Eine unglaubliche, etwa 60 Kilometer währende Verfolgungsfahrt lieferte ein 80-jähriger Autofahrer der Polizei am Himmelfahrtstag auf der A7. Kurz nach 8.00 Uhr ging bei der Polizei der Hinweis auf einen Hyundai ein, der auf der A 7 in Richtung Hannover unterwegs und durch Schlangenlinien und unangemessene Überholmanöver aufgefallen war. Die Polizeibeamten, so heißt es in der Pressemeldung, wollten den Wagen anhalten und den Fahrer kontrollieren. Der aber missachtete die Anhaltesignale und setzte seine Fahrt unbeirrt weiter.

Daraufhin wurden zwei Streifenwagen der Polizei Hannover zur Unterstützung hinzugezogen. Der 80-Jährige überholte die Streifenwagen über den Standstreifen, versuchte sie abzudrängen und fuhr laut Polizei bei Geschwindigkeiten von 120 km/h extrem dicht auf Streifenwagen auf. Letztendlich gelang es den Beamten nur durch die kurzzeitige Sperrung der Autobahn im Bereich der Anschlussstelle Berkhof den Hyundai anzuhalten. Der 80-jährige Fahrzeugführer aus Baden-Württemberg wirkte dabei weder zeitlich noch örtlich orientiert. Er wurde zwecks medizinischer Überprüfung durch den angeforderten Rettungsdienst in ein Krankenhaus in Neustadt am Rübenberge verbracht. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.