Im Frühjahr 2019 kam es in Liebenburg zu einer nicht alltäglichen Beziehungseskalation. Nun wurde ein bis dato unbescholtener 52-Jähriger vom Schöffengericht wegen schweren Raubes in einem minderschweren Fall und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Seiner Ex-Frau, der Geschädigten, muss der 52-Jährige überdies 1.500 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Normalerweise lande eine so schwere Anklage nicht mehr vor dem Schöffengericht, sondern würde vor einer höheren Instanz entschieden, erklärte Richter Julian Pinkwart in der Urteilsbegründung. Allerdings, so milderte der Vorsitzende gleich ab, handele es sich bei dem Angeklagten nicht um einen herkömmlichen Straßenräuber, der aus Habgier handle.
Reifen zerstochen
Tatsächlich war das Objekt der Begierde objektiv von eher geringerem Wert, es handelte sich nämlich um den Hund der Familie.