Die niedersächsischen Gefängnisse sind bisher von größeren Corona-Ausbrüchen verschont geblieben. «Wir hatten seit März nur um die 30 Corona-Erkrankungen unter Gefangenen bei knapp 10.000 Gefangenen in diesem Zeitraum. Das ist eine verschwindend geringe Zahl», sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Als positiv habe sich herausgestellt, dass alle Insassen bei der Neuaufnahme getestet werden. Dafür wurden 750.000 Euro aus dem zweiten Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt. Unabhängig von ihrem Testergebnis müssen alle Neuankömmlinge zudem zwei Wochen in Quarantäne verbringen. Zu Beginn der Pandemie wurde in jeder Justizvollzugsanstalt (JVA) eine so genannte Trennungsstation eingerichtet.

Seither sind laut Ministerium landesweit 32 Gefangene beziehungsweise Personen im Arrest positiv auf das Virus getestet worden. Unter den Bediensteten gab es 40 Corona-Fälle - insgesamt arbeiten etwa 4000 Personen im niedersächsischen Justizvollzug.